DIE ZEIT: Der Traum von der dicken Hose – Testosteron – Adon Health Zum Inhalt springen
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DIE ZEIT: "Der Traum von der dicken Hose"

DIE ZEIT: "Der Traum von der dicken Hose"

Im Feuilleton der ZEIT geht Autor Benedikt Herber der Frage nach, warum sich derzeit so viele Männer Testosteron verschreiben lassen — und nähert sich dem Thema erzählerisch aus der Perspektive des Hormonmoleküls selbst. Der Text spannt einen weiten Bogen: von sinkenden Testosteronwerten in Bevölkerungsstudien (etwa einer israelischen Untersuchung über 13 Jahre hinweg) über die vieldiskutierten Aussagen des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., der einen amerikanischen Teenager heute mit dem Hormonspiegel eines 68-Jährigen vergleicht, bis zu konkreten deutschen Zahlen: Laut Bulletin zur Arzneimittelsicherheit ist die Verordnung testosteronhaltiger Präparate in Deutschland von 2005 bis 2023 um 415 Prozent gestiegen. Ein zentraler Teil der Reportage spielt in den Münchner Büroräumen von Adon Health, wo Apasu nicht nur das Geschäftsmodell der telemedizinischen TRT-Vermittlung erläutert, sondern auch den Namensursprung „Adon" — nach dem Adonis der griechischen Mythologie — und die nach eigenen Angaben mittlerweile über 2.000 vermittelten Patienten. Der Artikel schildert zudem eine typische „Customer Journey": einen jungen Mann, der trotz eindeutiger Bluttestwerte lange keinen Arzt fand, der seinen Mangel behandeln wollte. Herber ordnet das Thema anschließend kulturell und politisch ein — von der US-„Manosphere" über den Dokumentarfilm The End of Men bis zum Hashtag „Soyboy" — und kontrastiert das mit einem deutschen Kulturkampf, in dem Testosteron bislang kaum eine Rolle spielt. Den Abschluss bildet ein persönlicher Erfahrungsbericht des anonymen Patienten „Tom", der von deutlichen Verbesserungen bei Konzentration, Energie und emotionaler Präsenz gegenüber seiner schwangeren Frau berichtet.

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