
#5 - Alexander Friedrich: Erfahrungen zu Testosteron - von TRT bis Profi-Bodybuilding
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Zusammenhängende Posts
#71 - VO₂max, Kraft & Koordination: Der Longevity-Mix | Prof. Dr. Martin Halle bei Männergesundheit
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Prof. Dr. Martin Halle von der TU München über die entscheidenden Faktoren für ein langes, gesundes Leben. Im Zentrum steht die VO₂max, die maximale Sauerstoffaufnahme, die als einer der wichtigsten Marker für Langlebigkeit gilt. Prof. Halle erklärt, wie die VO₂max physiologisch funktioniert, welche Rolle Lunge, Herz, Blutgefäße und Muskulatur spielen und warum vor allem die Mikrozirkulation und die Mitochondrien der Muskulatur den größten Trainingshebel darstellen. Der Test zur Bestimmung der VO₂max dauert nur wenige Minuten, wird mit Atemmaske, EKG und Blutdruckmessung durchgeführt und liefert Werte, die klar mit der Lebenserwartung korrelieren. Während Freizeitaktive meist bei 40 bis 45 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht liegen, erreichen Profis Werte über 70, während sehr niedrige Werte häufig auf schwerwiegende Herzprobleme hinweisen. Interessant ist, dass die größten Zugewinne für die Gesundheit zwischen niedrigen und mittleren VO₂max-Werten auftreten, während der Effekt ab etwa 50 bis 60 Milliliter pro Kilogramm abflacht. Extremes Ausdauertraining kann zudem das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen, sodass ein moderater Trainingsansatz sinnvoller ist als Maximierung um jeden Preis. Neben der Ausdauer betont Prof. Halle die Bedeutung der Muskelkraft. Ab Mitte 40 setzt ein kontinuierlicher Verlust von Muskelmasse ein, der im höheren Alter deutlich beschleunigt. Krafttraining schützt vor Gebrechlichkeit, sichert Mobilität und reduziert metabolische Risiken. Der oft verwendete Handkrafttest zeigt zwar gute Korrelationen mit Mortalität und Gebrechlichkeit, ist jedoch nur eingeschränkt trainierbar. Effektiver ist es, gezielt Unterkörper- und Rumpfkraft zu entwickeln, etwa durch Kniebeugen oder isometrische Halteübungen. Ein dritter zentraler Baustein der Langlebigkeit ist die Koordination, die ab dem 50. Lebensjahr spürbar abnimmt. Sie beeinflusst nicht nur die Bewegungsqualität und das Verletzungsrisiko, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit, da koordinatives Training direkt das Gehirn fordert und stärkt. Schon einfache Übungen wie Einbeinstand, Balanceübungen oder Sprung- und Landetechniken können hier große Wirkung entfalten. Prof. Halle empfiehlt für den langfristigen Trainingserfolg eine 60/20/20-Aufteilung: 60 Prozent Grundlagenausdauer, 20 Prozent hochintensives Intervalltraining und 20 Prozent Krafttraining. Wer neu einsteigt, sollte mit Ausdauer im moderaten Bereich und Krafttraining beginnen und erst nach einigen Monaten intensive Intervalle hinzufügen. Qualität geht dabei stets vor Quantität, und ein konsequenter Fokus auf Technik, Regeneration und Progression in kleinen Schritten ist entscheidend. Ergänzt durch regelmäßige Koordinationseinheiten entsteht so ein Trainingssystem, das nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität nachhaltig steigert. Die Episode zeigt klar, dass Langlebigkeit nicht von einem einzelnen Faktor abhängt, sondern vom Zusammenspiel aus Ausdauer, Kraft und Koordination. Wer diese drei Säulen konsequent trainiert, stärkt Herz, Gefäße, Muskulatur und Gehirn gleichermaßen und schafft damit die Grundlage für ein aktives, gesundes Leben bis ins hohe Alter.
Mehr erfahren#79 - Die Wahrheit über TRT, Peptide & Co. - Adon Health Arzt packt aus | Dr. Regaluto bei Männergesundheit
In dieser Episode von „Männergesundheit mit Dr. Jonathan Apasu“ spricht Dr. Apasu mit Dr. Christoph Regalbuto, Internist und einer der ersten Kooperationsärzte von Adon Health, über die moderne Testosteron-Ersatztherapie (TRT). Regalbuto hat bereits mehrere hundert Männer mit teils massivem Testosteronmangel begleitet – von erschöpften Familienvätern bis zu sportlichen Männern Mitte 30, die trotz Training, Ernährung und Schlaf dauerhaft antriebslos, reizbar oder kraftlos sind. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist eine große 133.000-Patienten-Studie, die eindrucksvoll zeigt, dass eine korrekt eingestellte TRT nicht nur Symptome wie Erschöpfung, Libidoverlust und mentale Müdigkeit verbessert, sondern auch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Vorhofflimmern, Prostatakrebs und sogar die Gesamtmortalität senkt. Die beiden diskutieren, warum diese Daten zwar eindeutig sind, aber in der Medizin oft nur zögerlich ankommen – und warum viele Männer aufgrund falscher Informationen oder veralteter Vorstellungen unnötig Angst vor Prostatakrebs oder Herzproblemen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt: Viele Ärzte glauben noch immer, dass Testosteronmangel nur übergewichtige, inaktive Männer betrifft. Dr. Regalbuto erklärt jedoch, dass auch fitte, junge Männer häufig betroffen sind – und in klassischen Praxen nicht ernst genommen werden. Genau hier setzt eine moderne, evidenzbasierte Diagnostik und Behandlung an. Die Episode grenzt klar ab zwischen medizinisch geführter TRT und Steroidmissbrauch („Stoffen“) im Bodybuilding. Dabei wird erklärt, warum die Risiken, die in den Medien oft Testosteron zugeschrieben werden, fast ausschließlich aus supraphysiologischen Szenen stammen und nichts mit seriöser TRT zu tun haben. Stattdessen geht es in der Therapie darum, den individuellen „Sweet Spot“ eines Patienten zu finden, bei dem Vitalität, Stimmung und Libido stabil sind und Nebenwirkungen kontrolliert bleiben. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Fertilität. Die beiden erklären, warum aktueller Kinderwunsch eine klare Kontraindikation für TRT ist und welche Alternativen es gibt – etwa Clomifen, Tamoxifen, HCG oder rekombinantes FSH –, um die Spermienproduktion zu unterstützen. Gleichzeitig wird die Angst vor „lebenslanger Abhängigkeit“ entkräftet: Studien zeigen, dass sich sowohl die körpereigene Testosteronproduktion als auch die Spermienproduktion nach dem Absetzen der TRT in der Regel innerhalb von 9–12 Monaten normalisiert. Zum Abschluss widmen sich Dr. Regalbuto und Dr. Apasu einem Trendthema: Peptide wie BPC-157 und TB-500. Sie beleuchten, warum Tierstudien vielversprechend sind, warum es aber kaum Humanstudien und keine zugelassenen Präparate gibt – und weshalb trotz potenzieller Vorteile Vorsicht geboten ist. Diese Episode liefert einen der umfassendsten deutschsprachigen Einblicke in die Themen Testosteronmangel, TRT, Hormongesundheit, Herz- und Prostatarisiken, Fertilität, Steroidmissbrauch und Peptidtherapie. Jeder Mann, der sich mit seiner langfristigen Gesundheit beschäftigt oder Symptome eines Testosteronmangels kennt, findet hier fundierte, verständliche und wissenschaftlich belegte Antworten.
Mehr erfahren#103 - Welche Supplements wirklich Sinn ergeben | Alexander Friedrich (Alexikon) bei Männergesundheit
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu erneut mit Alex über eines der relevantesten und gleichzeitig verwirrendsten Themen im Bereich Männergesundheit, Fitness und Longevity: Nahrungsergänzungsmittel. Alex bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung aus Bodybuilding, Wettkampfvorbereitung, Produktentwicklung und Supplement-Industrie mit und ordnet ein, welche Supplements wirklich sinnvoll sind, wo Marketing übertreibt und warum viele Gesundheitsversprechen im Internet kritisch hinterfragt werden sollten.
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