Red February: Herzgesundheit, Männer und die neue Evidenz zu Testoster – Adon Health Zum Inhalt springen
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Bild von einem rotem Herz

Red February: Herzgesundheit, Männer und die neue Evidenz zu Testosteron

Der Februar steht international im Zeichen der Herzgesundheit. Ob als American Heart Month in den USA oder als „Red February“ in anderen Ländern - die Botschaft ist eindeutig: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weiterhin die häufigste Todesursache weltweit.

Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen unter anderem:

  • Koronare Herzkrankheit (inkl. Herzinfarkt)
  • Schlaganfall
  • Herzinsuffizienz
  • Bluthochdruckbedingte Herzerkrankungen
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Visuelle Darstellung: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich rund 20,5 Millionen Menschen weltweit an kardiovaskulären Erkrankungen - das entspricht etwa einem Drittel aller Todesfälle (WHO, 2023). Auch in Deutschland bleibt die Situation klar: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen zuletzt für rund 34 % aller Todesfälle verantwortlich.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich rund 20,5 Millionen Menschen weltweit an kardiovaskulären Erkrankungen - das entspricht etwa einem Drittel aller Todesfälle (WHO, 2023). Auch in Deutschland bleibt die Situation klar: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen zuletzt für rund 34 % aller Todesfälle verantwortlich. Besonders häufig sind dabei die koronare Herzkrankheit und der Herzinfarkt.

Für Männer ist dieses Thema besonders relevant, da sie kardiovaskuläre Erkrankungen im Durchschnitt mehrere Jahre früher entwickeln als Frauen. In Deutschland sterben Männer häufiger an Herzinfarkt als Frauen, insbesondere im mittleren Lebensalter. Zusätzlich zeigen epidemiologische Daten, dass Männer häufiger klassische Risikofaktoren aufweisen:

  • Viszerales Bauchfett
  • Bluthochdruck
  • Dyslipidämie (erhöhtes LDL, niedrigeres HDL)
  • Insulinresistenz
  • Metabolisches Syndrom

Gleichzeitig nehmen Männer präventive Untersuchungen seltener in Anspruch und suchen im Schnitt später ärztliche Hilfe.

Vor diesem Hintergrund wurde ein Thema lange kontrovers diskutiert: Welche Rolle spielt Testosteron - und ist eine Testosterontherapie (TRT) ein Risiko für das Herz?

Über Jahre hinweg herrschte Unsicherheit. Einzelne Beobachtungsstudien hatten ein mögliches erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Testosterontherapie suggeriert. Die Folge waren Warnhinweise, Verunsicherung bei Patienten und Zurückhaltung in der Verschreibungspraxis. Heute - im Jahr 2026 - hat sich die Evidenzlage deutlich weiterentwickelt. Und genau das macht Red February in diesem Jahr besonders relevant.

Testosteron & Herz 2026 - Warum sich die Bewertung grundlegend verändert hat

Über viele Jahre war die Testosterontherapie kardiovaskulär umstritten. Auslöser waren mehrere Beobachtungsstudien zwischen 2013 und 2014, die ein mögliches erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Männern unter Testosterontherapie nahelegten. Besonders häufig zitiert wurden Analysen von Vigen et al. (2013) und Finkle et al. (2014), die retrospektive Versicherungs- und Registerdaten ausgewertet hatten.

Diese Studien hatten methodische Schwächen - unter anderem:

  • Keine randomisierte Zuteilung
  • Unvollständige Adjustierung relevanter Risikofaktoren
  • Heterogene Patientengruppen
  • Teilweise statistische Unstimmigkeiten

Trotzdem sorgten sie für erhebliche öffentliche und regulatorische Aufmerksamkeit.

Was geschah 2015?

Im März 2015 reagierte die U.S. Food and Drug Administration (FDA) - die amerikanische Arzneimittelbehörde - mit einer offiziellen Sicherheitsmitteilung. Die FDA forderte:

  • Eine Anpassung der Produktinformationen von Testosteronpräparaten
  • Einen Warnhinweis auf ein mögliches erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Die Einschränkung der Indikation auf klar diagnostizierten Hypogonadismus

Diese Mitteilung führte international zu Verunsicherung - sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten. In vielen Ländern wurde Testosteron deutlich zurückhaltender verschrieben, und die öffentliche Wahrnehmung verschob sich: Testosteron galt zunehmend als potenziell „herzgefährdend“.

Warum diese Einschätzung heute neu bewertet wird

Der entscheidende Punkt: Die damaligen Warnungen basierten nicht auf randomisierten, kontrollierten Langzeitstudien, sondern auf Beobachtungsdaten. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) gelten jedoch als Goldstandard, wenn es um kausale Aussagen zur Sicherheit eines Medikaments geht. Genau diese Daten lagen 2015 noch nicht ausreichend vor.

Der Wendepunkt: Die TRAVERSE-Studie

Das änderte sich mit der TRAVERSE-Studie, veröffentlicht 2023 im New England Journal of Medicine (N Engl J Med 2023; 389: 1183-1195).

Studiendesign

  • Über 5.200 Männer
  • Alter 45-80 Jahre
  • Symptomatischer Hypogonadismus
  • Bestehendes oder erhöhtes kardiovaskuläres Risiko
  • Randomisiert: Testosterongel vs. Placebo
  • Medianer Beobachtungszeitraum: 22 Monate

Zentrale Fragestellung war, ob eine medizinisch überwachte Testosterontherapie das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod erhöht.

Ergebnis

Die Studie zeigte: Kein signifikant erhöhtes Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse unter Testosterontherapie im Vergleich zu Placebo. Das primäre Sicherheitsziel wurde erreicht. Die TRT war in dieser Hochrisikopopulation kardiovaskulär nicht unterlegen. Selbst bei Männern mit erhöhtem Herzrisiko zeigte sich somit kein zusätzlicher Gefährdungseffekt durch eine fachgerecht überwachte Therapie.

2026: Das neue Positionspapier

Visuelle Zusammenfassung der Studienlage der letzten Jahre

Im Januar 2026 wurde ein aktuelles Positionspapier veröffentlicht, das die TRAVERSE-Daten, neue Meta-Analysen randomisierter Studien, Real-World-Daten und pharmakovigilante Registerdaten zusammenfasst.

Das Fazit ist klarer formuliert als jemals zuvor:

Bei korrekt diagnostiziertem Hypogonadismus und adäquater Überwachung ist eine Testosterontherapie aus kardiovaskulärer Sicht als sicher einzustufen.

Der potenzielle Nutzen kann die Risiken überwiegen.

Diese Neubewertung stützt auch die jüngsten Anpassungen der FDA-Kennzeichnung, die die pauschale Risikowahrnehmung relativieren.

Die Voraussetzung jeder verantwortungsvollen Therapie ist eine klare Diagnose. Dazu gehört ein umfassender Test, der nicht nur den Gesamttestosteronwert, sondern auch relevante Begleitparameter berücksichtigt, wie z.B. der Premium Testosterontest.

Warum das für Männer relevant ist

Männer weisen häufiger klassische Risikofaktoren auf:  Viszerales Bauchfett Bluthochdruck Dyslipidämie (erhöhtes LDL, niedrigeres HDL) Insulinresistenz Metabolisches Syndrom

Niedriges Testosteron ist selbst mit metabolischen Risikofaktoren assoziiert:

  • Erhöhtes viszerales Fett
  • Insulinresistenz
  • Dyslipidämie
  • Entzündungsmarker
  • Erhöhte Gesamtmortalität

Ein unbehandelter Hypogonadismus kann somit selbst Teil eines kardiometabolischen Risikoprofils sein. Die Diskussion hat sich deshalb verschoben. Früher lautete die Frage: „Ist Testosteron gefährlich für das Herz?“ Heute lautet sie: „Was bedeutet es für Herz und Stoffwechsel, wenn ein relevanter Hormonmangel unbehandelt bleibt?“

Wer wissen möchte, wie es um den eigenen Hormonstatus steht, sollte nicht spekulieren, sondern messen. Eine strukturierte Labordiagnostik schafft Klarheit - insbesondere dann, wenn metabolische Risikofaktoren bereits vorliegen. Hier geht es zum Premium Testosterontest.

Und was hat das mit Adon Health zu tun?

Die entscheidende Botschaft aus der aktuellen Evidenz lautet nicht: Testosteron ist harmlos. Sondern: Testosteron ist sicher - wenn es medizinisch korrekt eingesetzt wird.

Das bedeutet:

  • Klare Indikationsstellung
  • Objektive Labordiagnostik
  • Risikostratifizierung
  • Regelmäßige Verlaufskontrollen
  • Überwachung von Hämatokrit, Lipiden, Blutdruck und PSA

Genau diese strukturierte Herangehensweise ist die Grundlage unserer medizinischen Prozesse. Red February steht für Herzgesundheit, und moderne Männergesundheit bedeutet, hormonelle und kardiometabolische Zusammenhänge nicht getrennt zu denken. Die Evidenz ist heute robuster als je zuvor und erlaubt eine differenzierte, sachliche Bewertung.