
#5 - Alexander Friedrich: Erfahrungen zu Testosteron - von TRT bis Profi-Bodybuilding
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Zusammenhängende Posts
#90 - Augen-Check-up: So erkennst du Probleme, bevor es zu spät ist | Dr. Steffen Künzel bei Männergesundheit
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Dr. Steffen E. Künzel, Augenarzt, Charité-Forscher und Gründer von Cleo Health, über Augengesundheit, Früherkennung und moderne Augenscreenings. Die zentrale Botschaft ist, dass viele schwere Augenerkrankungen schleichend beginnen, lange kaum auffallen und dann Schäden verursachen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Genau deshalb lohnt sich Vorsorge, bevor man überhaupt eine Sehverschlechterung bemerkt.
Mehr erfahren#71 - VO₂max, Kraft & Koordination: Der Longevity-Mix | Prof. Dr. Martin Halle bei Männergesundheit
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Prof. Dr. Martin Halle von der TU München über die entscheidenden Faktoren für ein langes, gesundes Leben. Im Zentrum steht die VO₂max, die maximale Sauerstoffaufnahme, die als einer der wichtigsten Marker für Langlebigkeit gilt. Prof. Halle erklärt, wie die VO₂max physiologisch funktioniert, welche Rolle Lunge, Herz, Blutgefäße und Muskulatur spielen und warum vor allem die Mikrozirkulation und die Mitochondrien der Muskulatur den größten Trainingshebel darstellen. Der Test zur Bestimmung der VO₂max dauert nur wenige Minuten, wird mit Atemmaske, EKG und Blutdruckmessung durchgeführt und liefert Werte, die klar mit der Lebenserwartung korrelieren. Während Freizeitaktive meist bei 40 bis 45 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht liegen, erreichen Profis Werte über 70, während sehr niedrige Werte häufig auf schwerwiegende Herzprobleme hinweisen. Interessant ist, dass die größten Zugewinne für die Gesundheit zwischen niedrigen und mittleren VO₂max-Werten auftreten, während der Effekt ab etwa 50 bis 60 Milliliter pro Kilogramm abflacht. Extremes Ausdauertraining kann zudem das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen, sodass ein moderater Trainingsansatz sinnvoller ist als Maximierung um jeden Preis. Neben der Ausdauer betont Prof. Halle die Bedeutung der Muskelkraft. Ab Mitte 40 setzt ein kontinuierlicher Verlust von Muskelmasse ein, der im höheren Alter deutlich beschleunigt. Krafttraining schützt vor Gebrechlichkeit, sichert Mobilität und reduziert metabolische Risiken. Der oft verwendete Handkrafttest zeigt zwar gute Korrelationen mit Mortalität und Gebrechlichkeit, ist jedoch nur eingeschränkt trainierbar. Effektiver ist es, gezielt Unterkörper- und Rumpfkraft zu entwickeln, etwa durch Kniebeugen oder isometrische Halteübungen. Ein dritter zentraler Baustein der Langlebigkeit ist die Koordination, die ab dem 50. Lebensjahr spürbar abnimmt. Sie beeinflusst nicht nur die Bewegungsqualität und das Verletzungsrisiko, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit, da koordinatives Training direkt das Gehirn fordert und stärkt. Schon einfache Übungen wie Einbeinstand, Balanceübungen oder Sprung- und Landetechniken können hier große Wirkung entfalten. Prof. Halle empfiehlt für den langfristigen Trainingserfolg eine 60/20/20-Aufteilung: 60 Prozent Grundlagenausdauer, 20 Prozent hochintensives Intervalltraining und 20 Prozent Krafttraining. Wer neu einsteigt, sollte mit Ausdauer im moderaten Bereich und Krafttraining beginnen und erst nach einigen Monaten intensive Intervalle hinzufügen. Qualität geht dabei stets vor Quantität, und ein konsequenter Fokus auf Technik, Regeneration und Progression in kleinen Schritten ist entscheidend. Ergänzt durch regelmäßige Koordinationseinheiten entsteht so ein Trainingssystem, das nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität nachhaltig steigert. Die Episode zeigt klar, dass Langlebigkeit nicht von einem einzelnen Faktor abhängt, sondern vom Zusammenspiel aus Ausdauer, Kraft und Koordination. Wer diese drei Säulen konsequent trainiert, stärkt Herz, Gefäße, Muskulatur und Gehirn gleichermaßen und schafft damit die Grundlage für ein aktives, gesundes Leben bis ins hohe Alter.
Mehr erfahren#58 - Steroide, Missbrauch & Konsequenzen - Bodybuilder packt aus | Max Madsen bei Männergesundheit
In dieser Podcast-Episode spricht Dr. Jonathan Apasu mit Max Madsen, einem der ersten deutschen Bodybuilder, der öffentlich und schonungslos über Steroidkonsum und dessen gesundheitliche Folgen gesprochen hat. Max gibt einen einzigartigen Einblick in die Bodybuilding-Szene, erzählt, wie er von einem aktiven Athleten mit Dopingvergangenheit zu einem Aufklärer und Coach wurde und warum Offenheit und Transparenz der einzige nachhaltige Weg sind, um jungen Menschen die Risiken bewusst zu machen. Die Episode beleuchtet nicht nur die psychologischen und körperlichen Nebenwirkungen des Steroidmissbrauchs, sondern thematisiert auch die langfristigen gesundheitlichen Schäden wie Hormonungleichgewichte, Herz-Kreislauf-Belastung, Organstress und mentale Probleme. Ein weiterer zentraler Punkt des Gesprächs ist die Testosteronersatztherapie (TRT), ihre Unterschiede zum klassischen Doping sowie ihre Rolle bei Männern mit tatsächlichem Hormonmangel. Max und Jonathan diskutieren über Blutwerte, wie Hämatokrit, Leber- und Nierenwerte, Cholesterinprofile und warum es so wichtig ist, diese regelmäßig medizinisch überwachen zu lassen – auch wenn man keine Symptome spürt. Dabei wird auch die Problematik im aktuellen Gesundheitssystem deutlich, in dem viele Männer mit Testosteronmangel abgewiesen oder stigmatisiert werden, obwohl ihre Lebensqualität massiv leidet. Besonders spannend ist der Austausch über moderne Longevity-Medikamente wie Metformin, Ozempic und Peptide, die neben einer guten Lebensstilbasis eine sinnvolle Ergänzung sein können. Max teilt zudem seinen aktuellen Lebensstil, inklusive minimalistischer Trainingsroutinen, Intervallfasten, kontrollierter Ernährung und bewusstem Umgang mit Substanzen wie Ozempic zur Appetitregulation. Die Episode liefert fundiertes Wissen für alle, die sich mit Männergesundheit, Fitness, Hormonbalance und Langlebigkeit auseinandersetzen. Sie richtet sich sowohl an ehemalige Athleten, als auch an Männer, die präventiv Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen möchten. Wichtige Themen sind unter anderem: die ehrliche Aufarbeitung von Steroidmissbrauch im Leistungssport, die Rolle von Testosteron für Lebensqualität und Langlebigkeit, medizinische Begleitung bei Hormontherapien, sowie der praktische Umgang mit neuen Erkenntnissen aus der Longevity-Forschung. Wer seinen Körper besser verstehen und gesünder älter werden will, findet in diesem Gespräch Inspiration, Wissen und ehrliche Erfahrungen auf Augenhöhe.
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