In dieser Episode ist Alexander Friedrich zu Gast. Er ist Bodybuildingcoach, Experte und Unternehmensgründer im Bereich Fitnesssupplements und hat selbst aus medizinischen Gründen Erfahrungen mit einer Testosteronersatztherapie. Wir sprechen über Testosteronmangel und was Patienten heutzutage durchmachen müssen, aber auch darüber wie wir mit Adon Health endlich die ärztliche Betreuung vieler Männer ermöglichen. Außerdem kommen wir auf die Bedeutung von richtigem Training und Supplements, sowie der missbräuchlichen Anwendung von Testosteron im Bodybuilding zu sprechen.
In dieser Episode des Männergesundheit Podcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Prof. Dr. Bernd Kleine-Gunk, einem der führenden Experten im Bereich Anti-Aging-Medizin. Im Mittelpunkt steht das Wachstumshormon, das wie kaum ein anderes Hormon in den letzten Jahrzehnten für Kontroversen gesorgt hat. Es wurde zunächst als Jungbrunnen gefeiert, dann wegen möglicher Krebsrisiken massiv kritisiert und schließlich durch aktuelle Studien wie die TRIM-Studie wieder als Hoffnungsträger für mehr Langlebigkeit in den Fokus gerückt. Prof. Kleine-Gunk beschreibt, wie er diese Entwicklungen seit den 1990er-Jahren persönlich miterlebt hat und erklärt die tatsächlichen physiologischen Wirkungen von Wachstumshormon. Besonders wichtig ist es in der Kindheit für das Längenwachstum, doch auch im späteren Leben beeinflusst es entscheidend die Körperzusammensetzung, fördert den Aufbau von Muskelmasse und reduziert gleichzeitig Fettgewebe. Außerdem spielt es eine Rolle für Regeneration und Leistungsfähigkeit, weshalb es sowohl im Bodybuilding als auch in der Longevity-Szene eine große Bedeutung hat.
Prof. Kleine-Gunk erläutert detailliert, wie Wachstumshormon reguliert wird, warum es überwiegend in der Tiefschlafphase ausgeschüttet wird und wie der Stoffwechsel über den Insulin-like-Growth-Factor 1 (IGF-1) eng damit verbunden ist. Ein zentraler Punkt der Diskussion sind die Faktoren, die die Ausschüttung beeinflussen. Schlafqualität, Intervallfasten mit Dinner-Cancelling, intensives Training wie HIIT, aber auch Hitze- und Kältereize durch Sauna oder Eisbäder sind natürliche Stimuli, die nachweislich die körpereigene Produktion anregen können. Damit zeigt sich, dass Lifestyle-Maßnahmen einen direkten und praktischen Einfluss auf das Hormonsystem haben.
Neben diesen positiven Aspekten geht die Episode auch auf die Schattenseiten ein. Missbrauch in der Bodybuilding-Szene hat zu gravierenden Nebenwirkungen wie übermäßigem Organwachstum, Kieferveränderungen oder Herzklappenproblemen geführt. Das Krankheitsbild der Akromegalie, bei dem ein Tumor der Hypophyse unkontrolliert zu viel Wachstumshormon produziert, wird ebenso erklärt. Im medizinischen Alltag wird Wachstumshormon bei Kindern mit Kleinwuchs oder in Ausnahmefällen bei Erwachsenen mit Hypophysenschädigungen eingesetzt. Auch in der Intensivmedizin wird es vereinzelt genutzt, um den massiven Muskelabbau bei langen Krankenhausaufenthalten zu verhindern.
Besonderes Augenmerk legt das Gespräch auf die TRIM-Studie, die erstmals zeigen konnte, dass sich das biologische Alter messbar zurückdrehen lässt. Durch die Gabe von Wachstumshormon in Kombination mit Metformin und DHEA verjüngten sich die Probanden im Schnitt um 2,5 Jahre innerhalb eines Jahres. Obwohl diese Studie nur an einer kleinen Gruppe durchgeführt wurde, hat sie in der Longevity-Community enormes Aufsehen erregt und neue Forschungsprojekte angestoßen. Mit Spannung wird die TRIM-2-Studie erwartet, die größere Teilnehmerzahlen und eine Kontrollgruppe umfasst.
Zum Abschluss teilt Prof. Kleine-Gunk seine persönliche Einschätzung. Er bleibt vorsichtig gegenüber der routinemäßigen Gabe von Wachstumshormon, da ein dauerhaft erhöhter IGF-1-Spiegel in Tiermodellen mit einer verkürzten Lebensspanne korreliert. Stattdessen empfiehlt er seinen Patienten vor allem natürliche Maßnahmen, um die körpereigene Produktion zu optimieren. Schlafhygiene, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und hormetische Reize sind nach seiner Ansicht nachhaltiger, sicherer und zudem kostengünstiger als eine medikamentöse Therapie.
Diese Episode bietet einen umfassenden Überblick über Geschichte, Wirkungen, Chancen und Risiken des Wachstumshormons. Sie zeigt sowohl die wissenschaftlichen Hintergründe als auch praktische Tipps auf, wie man mit einfachen Mitteln die eigene Gesundheit und Langlebigkeit fördern kann. Damit ist sie eine wertvolle Ressource für alle, die tiefer verstehen möchten, wie Hormone unser Leben beeinflussen und wie moderne Anti-Aging-Medizin wissenschaftlich fundiert umgesetzt werden kann.
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Dr. Steffen E. Künzel, Augenarzt, Charité-Forscher und Gründer von Cleo Health, über Augengesundheit, Früherkennung und moderne Augenscreenings. Die zentrale Botschaft ist, dass viele schwere Augenerkrankungen schleichend beginnen, lange kaum auffallen und dann Schäden verursachen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Genau deshalb lohnt sich Vorsorge, bevor man überhaupt eine Sehverschlechterung bemerkt.
In dieser Episode des Männergesundheitspodcasts spricht Dr. Jonathan Apasu erneut mit Alex über eines der relevantesten und gleichzeitig verwirrendsten Themen im Bereich Männergesundheit, Fitness und Longevity: Nahrungsergänzungsmittel. Alex bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung aus Bodybuilding, Wettkampfvorbereitung, Produktentwicklung und Supplement-Industrie mit und ordnet ein, welche Supplements wirklich sinnvoll sind, wo Marketing übertreibt und warum viele Gesundheitsversprechen im Internet kritisch hinterfragt werden sollten.