Zum Inhalt springen

Bis zum 31. Januar: 10% Rabatt auf Deinen ersten Labortest mit dem Code NEUSTART

DSGVO-konforme Datenverwaltung
ISO-zertifiziertes Labor
Krankenhaus-Laborqualität
Diskrete Bestellung & Versand
Therapie auf Basis aktuellster Wissenschaft
Wagen
Athlet in schwarzer Sportkleidung startet aus dem Startblock auf einer Laufbahn, Draufsicht von oben, Fokus auf Wettkampf und Sprintbeginn.

Testosterontherapie vs. Doping: Was Athleten wissen müssen

Inhaltsverzeichnis

    Testosteron ist ein zentrales Hormon für die männliche Gesundheit, gleichzeitig aber auch eine im Sport verbotene Substanz. Bei Adon Health stehen wir für eine medizinisch fundierte Testosteronersatztherapie bei klinisch relevantem Mangel und positionieren uns ebenso klar gegen Doping.

    Eine ärztlich kontrollierte TRT kann bei betroffenen Männern die Lebensqualität erheblich verbessern. Im Leistungssport gilt jedoch: Testosteron ist laut WADA (World Anti-Doping Agency) sowohl innerhalb als auch außerhalb von Wettkämpfen verboten, selbst bei medizinischer Indikation und ärztlicher Verordnung. Ausnahmen sind nur mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung, einer sogenannten TUE, möglich.

    In diesem Artikel liegt der Fokus ausdrücklich auf dem sportlichen und wettkampfrelevanten Aspekt der Testosteronanwendung im Kontext von Doping- und Anti-Doping Regularien. Die nachfolgenden Informationen dienen lediglich der allgemeinen Einordnung und ersetzen keine offizielle Auskunft. Da sich Anti-Doping Regularien ändern können, sind ausschließlich die Veröffentlichungen der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) verbindlich. Aktuelle und rechtssichere Informationen findest Du jederzeit auf der Webseite der NADA.

     

    Kurze Einordnung: Therapie vs. Missbrauch

    Eine medizinisch indizierte Testosteronersatztherapie dient der Behandlung eines nachgewiesenen Hormonmangels (Kanakis et al., 2023). Ziel ist die Wiederherstellung physiologischer Testosteronwerte unter ärztlicher Kontrolle, inklusive regelmäßiger Laborkontrollen und klar definierter Dosierungen (Barbonetti et al., 2020).

    Im Gegensatz dazu wird Testosteron im Bodybuilding häufig ohne medizinische Indikation und in deutlich höheren Dosierungen eingesetzt, um Muskelmasse und Leistungsfähigkeit zu steigern (Horn, 2023). Dieser Missbrauch ist mit erhöhten gesundheitlichen Risiken verbunden und stellt keine therapeutische Maßnahme dar (Rasmussen et al., 2016).

    Wenn Du Dich grundsätzlich für den Unterschied zwischen medizinischer Testosteronersatztherapie und Testosteronmissbrauch, etwa im Bodybuilding, interessierst, empfehlen wir Dir unseren weiterführenden Artikel „Testosteronersatztherapie und Bodybuilding: TRT vs. Missbrauch von Testosteron“.


    Rechtliche Einordnung der Testosterontherapie im Sport

    Die Anwendung von Testosteron fällt unter die Verbotsliste der Welt Anti Doping Agentur (WADA) und ist laut The World Anti Doping Code Prohibited List 2025 (World Anti-Doping Agency, n.d.-b) innerhalb und außerhalb von Wettkämpfen verboten, auch bei medizinischer Indikation und ärztlicher Verordnung.

    Um Sportler vor rechtlichen Konsequenzen zu schützen, ist eine sorgfältige Aufklärung sowie gegebenenfalls die Beantragung einer medizinischen Ausnahmegenehmigung (TUE Therapeutic Use Exemption) zwingend erforderlich. Die Anforderungen an eine TUE sind je nach Wettkampfniveau unterschiedlich (World Anti-Doping Agency, n.d.-c).


    Unterscheidung: Testpool Zugehörigkeit

    a) Sportler im NADA (National Anti-Doping Agency) Testpool

    Testpool Athleten sind in der Regel Mitglieder von Nationalmannschaften oder Bundeskadern und werden von der NADA oder dem jeweiligen Fachverband benachrichtigt.

    Vor Beginn einer Testosterontherapie muss eine TUE bei der NADA beantragt werden.

    Erforderlich ist ein vollständiger fachärztlicher Bericht (Andrologie oder Endokrinologie) mit:

    • Anamnese und Diagnosestellung

    • Labor und Bildbefunden

    • Therapieempfehlung inklusive Wirkstoff, Dosierung und Dauer

    • Begründung, warum keine alternative Therapie infrage kommt


    b) Sportler außerhalb des Testpools

    Für nationale Wettkämpfe in Deutschland ist keine vorherige TUE möglich. Im Falle einer Dopingkontrolle kann die NADA jedoch eine rückwirkende TUE verlangen. Diese muss alle oben genannten medizinischen Kriterien erfüllen.


    Wichtiger Hinweis zu internationalen Wettkämpfen

    Die oben beschriebene Regelung gilt nur für nationale Wettkämpfe in Deutschland. Für internationale Wettkämpfe gelten häufig abweichende Regelungen. In vielen Fällen muss eine TUE beim internationalen Fachverband beantragt werden.

    Empfehlung: Frühzeitige Rücksprache mit dem zuständigen Verband.

     

    TUE Voraussetzungen laut WADA

    Laut den aktuellen Vorgaben der WADA ist eine TUE für Testosteron nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig, konkret bei nachweislich organisch bedingtem Hypogonadismus (Testosteronmangel).

     

    Mögliche zulässige Ursachen

    • Genetische Anomalien wie Klinefelter Syndrom

    • Traumatische Hodenverletzungen oder Hodentorsion

    • Hodentumoren

    • Hypophysenadenome oder Tumoren

    • Folgen von Chemo oder Strahlentherapie


    Keine TUE bei funktionellen Ursachen

    • Alterungsprozesse

    • Übertraining

    • Stress

    • Mangelernährung

    • Adipositas

    • Z.n. Anabolikamissbrauch

    Ein TUE Antrag ohne klar belegbare organische Ursache wird laut NADA mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Sollte bei einer Dopingkontrolle ein positiver Test erfolgen und der rückwirkende TUE Antrag abgelehnt werden, liegt ein Verstoß gegen die Anti Doping Regularien vor, der mit mehrjährigen Sperren geahndet werden kann.


    TRT oder Wettkampfsport: Beides geht meist nicht

    Bei einem funktionellen Testosteronmangel ohne nachweisbare organische Ursache müssen sich betroffene Athleten entscheiden:

    • Entweder medizinische Behandlung und Verzicht auf Wettkämpfe

    • Oder Wettkampfsport ohne TRT

    Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Wird eine Testosterontherapie ohne gültige TUE durchgeführt und es erfolgt eine positive Dopingkontrolle, drohen Konsequenzen bis hin zu mehrjährigen sportrechtlichen Sperren. In unteren Ligen und im reinen Breitensport finden Dopingkontrollen in der Praxis zwar deutlich seltener statt, sie sind jedoch grundsätzlich möglich und nicht ausgeschlossen.

     

    Nachweis einer TRT bei einer Dopingkontrolle

    Bei exogener Testosteronzufuhr im Rahmen einer Testosterontherapie zeigen sich im Urin charakteristische Veränderungen, die eine Testosterongabe nachweisbar machen.


    Wichtige Veränderungen im Urin

    1. Erhöhtes Testosteron

    Der absolute Testosteronspiegel im Urin kann leicht erhöht sein, ist aber wegen hoher individueller Schwankungen allein nicht beweisend.


    2. Testosteron-Epitestosteron Ratio

    Normalbereich etwa 1 zu 1
    Nach exogener Gabe deutlich erhöht
    Werte über 4 zu 1 oder 6 zu 1 gelten als auffällig

    Epitestosteron wird nicht substituiert, daher verschiebt sich das Verhältnis.

    Eigenschaften von Epitestosteron

    • Wird in Hoden und Nebenniere gebildet

    • Hat keine bekannte biologische Funktion

    • Wirkt nicht androgen

    • Wird hauptsächlich im Urin ausgeschieden

    • Liegt physiologisch in ähnlicher Konzentration wie Testosteron vor

    Nach exogener Testosteronzufuhr steigt der Testosteronwert im Urin, während das Epitestosteron unverändert bleibt. Dadurch verschiebt sich die Ratio deutlich (Andersson et al., 2022).


    3. Isotopenverhältnis IRMS

    Bei auffälliger T-E Ratio kann ein IRMS Test durchgeführt werden. Dieser erkennt, ob das Testosteron pflanzlich synthetischen Ursprungs ist (World Anti-Doping Agency, n.d.).


    4. Metabolitenprofile

    Erhöhte Konzentrationen bestimmter Testosteron Metaboliten wie Androsteron oder Etiocholanolon können auf eine TRT oder einen Missbrauch hinweisen.

     

    TRT: Medizinische Hilfe bei echtem Mangel

    Unsere ärztlich begleitete Testosterontherapie richtet sich ausschließlich an Männer mit behandlungsbedürftigem Mangel. Die Vorteile einer korrekt durchgeführten TRT sind wissenschaftlich gut belegt (Morley, 2009):

    • Mehr Energie, Antrieb und Libido

    • Verbesserte Muskelkraft und Knochengesundheit

    • Positiver Effekt auf Stimmung und kognitive Leistungsfähigkeit

    Eine medizinische TRT ist kein legalisiertes Doping, sondern ein therapeutischer Eingriff zur Wiederherstellung hormoneller Balance, nicht zur Leistungssteigerung (Corona et al., 2014).

    Weitere Informationen auch in der EAU Leitlinie “Männlicher Hypogonadismus”, Standardwerk für Indikationen, Nutzen und Risiken der TRT (MALE HYPOGONADISM - UROWeB, n.d.).

    Mehr zur medizinischen TRT in unserem Artikel „Ist eine Testosteronersatztherapie (TRT) das Richtige für Dich?“.


    Doping mit Testosteron: Risiken und Folgen

    Die nicht indizierte, unkontrollierte Einnahme von Testosteron oder anabolen Steroiden kann schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen:


    Ausstieg aus dem Doping: Medizinisch begleitet

    Viele Männer, die anabole Steroide missbraucht haben, suchen irgendwann den Weg zurück. Wir bieten medizinisch fundierte Hilfe:

    • Blutanalytik: Feststellung, ob der Hormonhaushalt gestört ist

    • Diagnostik: Abklärung, ob ein Hypogonadismus vorliegt

    • Ärztlich kontrollierte Therapie durch unabhängige Kooperationsärzte

    • Strukturierte Hormonregulation

     

    Dein Körper. Deine Verantwortung. Unsere Begleitung.

    Bei Adon Health steht nicht die Leistungssteigerung im Vordergrund, sondern Deine langfristige Gesundheit. Wir klären auf, begleiten medizinisch fundiert und stehen für eine klare Trennung zwischen Therapie und Doping.

    Wenn Du unsicher bist, ob Du unter einem echten Mangel leidest oder Deine Gesundheit nach Jahren des Missbrauchs wieder stabilisieren möchtest – wir sind für Dich da.

    👉 Jetzt Test starten


    Hinweise für behandelnde Ärztinnen und Ärzte

    Dokumentation und Patientenschutz

    Wir empfehlen:

    • Dokumentation der Aufklärung zur Dopingrelevanz

    • Verweis auf relevante Ressourcen

    • Rücksprache mit Verband oder NADA bei offenen Fragen


    Strafrechtliche Relevanz

    Die Abgabe oder Verschreibung verbotener Substanzen an Sportler ohne medizinische Indikation kann nach dem Anti-Doping Gesetz strafbar sein. Ärztliche Sorgfalt und Dokumentation sind daher auch aus haftungsrechtlicher Sicht unerlässlich.


    Vertrauenswürdige Anlaufstellen zur Dopingprävention

    • NADA Deutschlandwww.nada.de

    • NADAMED – Medikamentendatenbank zur Dopingrelevanz: www.nadamed.de

    • Hilfe bei Doping – DSHS Köln (anonyme Beratung)

    • BZgA & Pro Jugend – Aufklärung & Prävention im Sport

    • „Gemeinsam gegen Doping“ – Präventionsprogramm für Vereine und Schulen

     

    Fazit: Wissen schützt. Therapie hilft. Doping schadet.

    Eine medizinisch indizierte Testosterontherapie ist legal, sicher und sinnvoll für Männer mit echtem Mangel.

    Doping bleibt ein gesundheitlicher und rechtlicher Risikofaktor.

    👉 Du willst wissen, wo Du stehst? Starte jetzt mit einem medizinischen Testosteron-Check bei Adon Health.

    Hier geht’s zum Test

    FAQS

    Quellen

    Andersson, A., Piper, T., Ekström, L., Hirschberg, A. L., & Thevis, M. (2022). Usefulness of serum androgen isotope ratio mass spectrometry (IRMS) to detect testosterone supplementation in women. Drug Testing and Analysis, 15(4), 465–469. https://doi.org/10.1002/dta.3428

    Barbonetti, A., D’Andrea, S., & Francavilla, S. (2020). Testosterone replacement therapy. Andrology, 8(6), 1551–1566. https://doi.org/10.1111/andr.12774

    Corona, G., Maseroli, E., Rastrelli, G., Isidori, A. M., Sforza, A., Mannucci, E., & Maggi, M. (2014). Cardiovascular risk associated with testosterone-boosting medications: a systematic review and meta-analysis. Expert Opinion on Drug Safety, 13(10), 1327–1351. https://doi.org/10.1517/14740338.2014.950653

    Hall, R. C., Hall, R. C., Hall, R. C., Hall, R. C., & Chapman, M. J. (2005). Psychiatric complications of anabolic steroid abuse. Psychosomatics, 46(4), 285–290. https://doi.org/10.1176/appi.psy.46.4.285

    Horn, J. (2023). The dichotomy between health and drug abuse in bodybuilding. Nordic Studies on Alcohol and Drugs, 41(2), 212–225. https://doi.org/10.1177/14550725231206011

    Kanakis, G. A., Pofi, R., Goulis, D. G., Isidori, A. M., Armeni, E., Erel, C. T., Fistonić, I., Hillard, T., Hirschberg, A., Meczekalski, B., Mendoza, N., Mueck, A. O., Simoncini, T., Stute, P., Van Dijken, D., Rees, M., & Lambrinoudaki, I. (2023). EMAS position statement: Testosterone replacement therapy in older men. Maturitas, 178, 107854. https://doi.org/10.1016/j.maturitas.2023.107854

    MALE HYPOGONADISM - UROWeB. (n.d.). https://uroweb.org/guidelines/sexual-and-reproductive-health/chapter/male-hypogonadism

    Morley, J. (2009). The benefits and risks of testosterone replacement therapy: a review. Therapeutics and Clinical Risk Management, 5(3), 427. https://doi.org/10.2147/tcrm.s3025

    Osta, R. E., Almont, T., Diligent, C., Hubert, N., Eschwège, P., & Hubert, J. (2016). Anabolic steroids abuse and male infertility. Basic and Clinical Andrology, 26(1), 2. https://doi.org/10.1186/s12610-016-0029-4

    Pahlavani, H. A., & Veisi, A. (2025). Possible consequences of the abuse of anabolic steroids on different organs of athletes. Archives of Physiology and Biochemistry, 131(3), 393–409. https://doi.org/10.1080/13813455.2025.2459283

    Rasmussen, J. J., Selmer, C., Østergren, P. B., Pedersen, K. B., Schou, M., Gustafsson, F., Faber, J., Juul, A., & Kistorp, C. (2016). Former Abusers of Anabolic Androgenic Steroids Exhibit Decreased Testosterone Levels and Hypogonadal Symptoms Years after Cessation: A Case-Control Study. PLoS ONE, 11(8), e0161208. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0161208

    Vanberg, P., & Atar, D. (2009). Androgenic Anabolic Steroid Abuse and the Cardiovascular System. Handbook of Experimental Pharmacology, 195, 411–457. https://doi.org/10.1007/978-3-540-79088-4_18

    World Anti-Doping Agency. (n.d.-a). GC/C/IRMS analysis of testosterone and nandrolone metabolites after the administration of testosterone enanthate and nandrolone decanoate in healthy volunteers. World Anti Doping Agency. https://www.wada-ama.org/en/resources/scientific-research/gccirms-analysis-testosterone-and-nandrolone-metabolites-after

    World Anti-Doping Agency. (n.d.-b). Prohibited list. World Anti Doping Agency. https://www.wada-ama.org/en/resources/world-anti-doping-code-and-international-standards/prohibited-list

    World Anti-Doping Agency. (n.d.-c). Therapeutic Use Exemptions (TUEs). World Anti Doping Agency. https://www.wada-ama.org/en/athletes-support-personnel/therapeutic-use-exemptions-tues