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Testosteronenantat

Depot-Testosteron zur Behandlung von Testosteronmangel

Testosteronenantat ist eine langwirksame, verestere Form des körpereigenen Sexualhormons Testosteron. Es wird vor allem im Rahmen einer medizinisch indizierten Testosteronersatztherapie (TRT) eingesetzt, also dann, wenn der Körper nicht mehr ausreichend eigenes Testosteron produziert. Durch seine Depotwirkung eignet sich Testosteronenantat besonders für Männer, die eine kontinuierliche, zuverlässige Hormonzufuhr benötigen und keine tägliche Anwendung wünschen.

Die Substanz wird in der Regel intramuskulär injiziert, meist in ein- bis zweiwöchigen Abständen, und sorgt für eine gleichmäßige Freisetzung von Testosteron über mehrere Tage bis Wochen. Ziel ist es, den Hormonspiegel im physiologischen Bereich zu stabilisieren und typische Symptome eines Testosteronmangels wie Antriebslosigkeit, Libidoverlust, Muskelabbau oder depressive Verstimmungen zu lindern.

Wie wirkt Testosteronenantat?

Nach der Injektion wird der Wirkstoff langsam aus dem Muskelgewebe freigesetzt und in aktives Testosteron umgewandelt. Das führt zu einem kontinuierlichen Anstieg des Testosteronspiegels, mit weniger ausgeprägten Schwankungen als bei kurzwirksamen Präparaten. Die biologische Halbwertszeit liegt bei ca. 4–5 Tagen, die klinische Wirkdauer zwischen 2 und 3 Wochen.

Zu den typischen Effekten einer gut eingestellten TRT mit Testosteronenantat gehören:

  • Zunahme der Muskelkraft und -masse
  • Steigerung der Libido und sexuellen Funktion
  • Verbesserung der Stimmungslage und des Antriebs
  • Rückgang von Körperfett, v. a. viszeralem Fett
  • Stabilisierung der Knochendichte
  • Verbesserung von Insulinsensitivität und Stoffwechsel

Wichtig: Die Wirkung tritt meist schrittweise ein. Erste Effekte auf Libido oder Energie zeigen sich nach wenigen Wochen, während körperliche Veränderungen wie Muskelaufbau oder Fettabbau mehrere Monate benötigen.

Wann wird Testosteronenantat eingesetzt?

Die Injektion von Testosteronenantat kommt bei Männern mit eindeutig diagnostiziertem Hypogonadismus zum Einsatz, also bei klinisch relevanten Symptomen und mehrfach bestätigten, erniedrigten Testosteronwerten (z. B. unter 12,1 nmol/l). Diese Diagnose sollte immer in Verbindung mit einem umfassenden Hormonprofil gestellt werden.

Hier kann der TRT-Check von Adon Health ein wichtiger erster Schritt sein: Er misst u. a. Gesamt- und freies Testosteron, SHBG, LH, Albumin und PSA und ermöglicht eine erste telemedizinische Einschätzung durch Ärztinnen und Ärzte, die auf Männergesundheit spezialisiert sind.

In bestimmten Fällen, etwa bei frühzeitigem Testosteronabfall, funktionellem Hypogonadismus oder als Teil einer medizinisch begleiteten Therapie bei Spätfolgen eines Hodenhochstands, kann Testosteronenantat ebenfalls eingesetzt werden.

Anwendung & Dosierung

Die übliche Startdosis liegt bei 125–250 mg intramuskulär alle 1–2 Wochen. Je nach individuellem Ansprechen, Laborwerten und Nebenwirkungen wird die Dosis angepasst. Ziel ist es, den Testosteronwert im oberen Drittel des physiologischen Bereichs (z. B. 20–30 nmol/l) zu halten.

Ein erfahrener Arzt kontrolliert regelmäßig:

  • Testosteron (gesamt + frei)
  • SHBG
  • Hämatokrit (zur Vermeidung von Blutverdickung)
  • PSA (Prostatavorsorge)
  • Lipidprofil und Leberwerte

Welche Nebenwirkungen kann Testosteronenantat haben?

Wie bei jeder medikamentösen Hormontherapie können auch unter Testosteronenantat Nebenwirkungen auftreten, v. a. bei zu hoher Dosierung oder unzureichender Kontrolle. Dazu gehören:

  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Akne, fettige Haut, Haarausfall bei genetischer Veranlagung
  • Anstieg des Hämatokrits → evtl. Gefahr von Blutverdickung
  • Erhöhung des Estradiol-Spiegels (z. B. Brustspannen, Stimmungsschwankungen)
  • Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion
  • Verringerung der Spermienproduktion bei Langzeitanwendung

Deshalb ist es essenziell, die TRT nicht „auf eigene Faust“ zu beginnen, sondern ärztlich begleiten zu lassen, mit regelmäßiger Blutbildkontrolle und Labordiagnostik. Adon Health bietet dafür nicht nur den passenden Testosteron-Check für zuhause, sondern auch begleitende ärztliche Beratung via Videocall.

Was ist der Unterschied zu anderen Formen der TRT?

Neben Testosteronenantat gibt es weitere Darreichungsformen wie:

  • Testosterongel: Tägliche Anwendung, transdermal
  • Testosteronundecanoat (z. B. Nebido®): Depotpräparat mit sehr langer Wirkdauer (alle 10–12 Wochen)
  • Tabletten oder Kapseln: Weniger etabliert, da geringere Bioverfügbarkeit und stärkere Leberbelastung

Testosteronenantat gilt als bewährte Zwischenlösung: nicht täglich wie Gel, aber flexibler steuerbar als die sehr lang wirksamen Depot-Injektionen.

Für wen ist Testosteronenantat geeignet?

  • Männer mit bestätigtem Hypogonadismus, die eine längerfristige TRT benötigen
  • Patienten, die eine flexible Anpassung der Dosierung bevorzugen
  • Männer, bei denen transdermale Applikationen (Gel, Pflaster) nicht praktikabel sind

Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn Stabilität wichtiger ist als schnelle Effekte

Ein 46-jähriger Patient stellte sich nach mehreren Monaten zunehmender Erschöpfung, nachlassender Leistungsfähigkeit im Training und deutlich reduziertem Antrieb in der Videosprechstunde bei einem unserer Kooperationsärzten vor. Trotz regelmäßigem Krafttraining, stabiler Ernährung und ausreichendem Schlaf berichtete er, sich „körperlich dauerhaft unter seinen Möglichkeiten“ zu fühlen. Besonders belastend war für ihn, dass sich auch Konzentration und Libido spürbar verändert hatten.

Die labordiagnostische Abklärung zeigte wiederholt erniedrigte morgendliche Testosteronwerte, ergänzt durch ein vollständiges Hormonprofil inklusive SHBG, LH und freiem Testosteron. Nach ausführlicher Anamnese und ärztlicher Einordnung wurde gemeinsam entschieden, eine medizinisch indizierte Testosteronersatztherapie zu beginnen. Aufgrund des Wunsches nach einer gleichmäßigen, planbaren Wirkung ohne tägliche Anwendung fiel die Wahl in diesem Patientenbeispiel auf Testosteronenantat.

Die Therapie wurde mit einer moderaten Startdosis Testosteronenantat im wöchentlichen Intervall begonnen. Bereits nach den ersten Wochen berichtete der Patient über eine spürbare Verbesserung der morgendlichen Energie und eine stabilere Stimmungslage. Wichtig war dabei, dass Testosteronenantat nicht als kurzfristiger Leistungsbooster verstanden wurde, sondern als Teil eines strukturierten medizinischen Konzepts.

Nach etwa drei Monaten unter Testosteronenantat zeigten die Verlaufskontrollen stabile Testosteronwerte im physiologischen Zielbereich. Parallel dazu verbesserten sich Trainingsregeneration, Muskelkraft und subjektives Belastungsempfinden deutlich. Der Patient beschrieb, dass er sich „wieder belastbar fühlt, ohne ständig gegen Müdigkeit anzukämpfen“.

Im ärztlichen Gespräch wurde betont, dass die gute Verträglichkeit von Testosteronenantat auch auf die engmaschige Kontrolle zurückzuführen sei. Regelmäßige Überprüfungen von Hämatokrit, PSA und Estradiol stellten sicher, dass die Therapie sicher und angepasst blieb. Kleinere Dosismodifikationen von Testosteronenantat wurden gemeinsam entschieden und transparent erklärt.

Heute beschreibt der Patient Testosteronenantat nicht als „Wundermittel“, sondern als eine stabile Grundlage, auf der Schlaf, Training und Alltag wieder greifen. Für ihn war entscheidend, dass Testosteronenantat im richtigen Kontext eingesetzt wurde: Mit klarer Indikation, realistischen Erwartungen und kontinuierlicher ärztlicher Begleitung.

Fazit

Testosteronenantat ist ein zentraler Baustein der modernen Hormontherapie für Männer. Richtig eingesetzt, kann es dazu beitragen, Energie, Libido, Muskelkraft und psychisches Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern, vorausgesetzt, es erfolgt unter ärztlicher Aufsicht und mit klarer Indikation.

Wenn Du wissen willst, ob Testosteronenantat eine Option für Dich ist, starte mit einem TRT-Check von Adon Health und erfahre über den Männergesundheit Blog oder den Männergesundheit Podcast, wie andere Männer ihre Reise zur hormonellen Balance erlebt haben.