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Medizinisches Fachpersonal bereitet eine Testosteron Injektion mit Spritze und Glasampulle vor.

Testosteron spritzen: Anwendung, Häufigkeit und wichtige Tipps

Inhaltsverzeichnis

    Die Testosteron Injektion ist eine der am häufigsten eingesetzten Formen der Testosteron Ersatztherapie. Viele Männer entscheiden sich bewusst dafür, da es zuverlässig, wirksam und vergleichsweise kosteneffizient ist. Gleichzeitig tauchen häufig Fragen auf: Wie wird Testosteron richtig gespritzt? Wie oft sollte man injizieren? Was ist besser, subkutan oder intramuskulär? Und wie lagert man das Medikament korrekt?

    Der folgende Beitrag fasst die wichtigsten Grundlagen zur Testosteron Injektion zusammen und zeigt Dir, worauf es bei einer sicheren und effektiven Anwendung ankommt. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen medizinischen Aufklärung und stellen keine individuelle Behandlungsempfehlung dar. Entscheidungen zur Testosteron Therapie sollten stets auf Basis einer persönlichen ärztlichen Beratung getroffen werden.

    Wenn Du Fragen zu Deinen Hormonwerten, Symptomen oder möglichen Therapieoptionen hast, wende Dich bitte an einen qualifizierten Arzt. Alternativ kannst Du hier direkt ein ärztliches Gespräch vereinbaren.

     

    Warum wird Testosteron gespritzt

    Bei einem medizinisch bestätigten Testosteronmangel kann eine Testosteron Ersatztherapie sinnvoll sein (Wang & Swerdloff, 2022). Ziel ist es, den Hormonspiegel in einen physiologischen Bereich zu bringen und typische Symptome wie Müdigkeit, Libidoverlust, Kraftverlust oder Konzentrationsprobleme zu lindern (Sizar et al., 2023).

    Mehr zum Thema Testosteronmangel erfährst Du in unserem Artikel „Testosteronmangel beim Mann: Ursachen, Symptome und Lösungen“.

    Die Injektion von Testosteron, häufig in Form von Testosteron Enantat oder Testosteronundecanoat, ermöglicht eine zuverlässige Aufnahme des Hormons in den Körper. Im Vergleich zu Gelen oder Pflastern bietet die Spritze eine stabilere Bioverfügbarkeit (Al-Zoubi et al., 2021).

     

    Welche Testosteron Präparate gibt es

    Für die Injektionstherapie existieren weltweit verschiedene sogenannte Testosteron Ester. In Deutschland sind jedoch nicht alle Präparate zugelassen. Im ärztlichen Alltag kommen vor allem zwei Testosteron Präparate zum Einsatz.

     

    Zugelassene Testosteron Präparate in Deutschland

    Testosteron Enantat

    Testosteron Enantat ist das am häufigsten verwendete Präparat zur Injektion. Es handelt sich um einen mittellang wirksamen Ester, der in der Regel alle zwei Wochen oder aufgeteilt einmal pro Woche oder alle 3,5 Tage verabreicht wird.

    Durch diese flexible Dosierung lassen sich gleichmäßigere Testosteronspiegel erreichen. Das kann helfen, hormonelle Schwankungen sowie mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren. Enantat eignet sich besonders gut für eine individuell angepasste Therapie, da Dosierungen relativ einfach verändert werden können (Pastuszak et al., 2021).


    Testosteronundecanoat

    Testosteronundecanoat ist ein lang wirksames Depotpräparat. Nach einer Anfangsphase erfolgen die Injektionen meist nur alle 10 bis 14 Wochen.

    Der Vorteil liegt in den seltenen Injektionen und der gleichmäßigen Langzeitwirkung. Allerdings ist die Dosierung weniger flexibel. Wenn Nebenwirkungen auftreten oder Anpassungen nötig sind, lässt sich die Therapie nur verzögert verändern, da das Hormon über viele Wochen im Körper verbleibt.


    Nicht zugelassene Testosteron Präparate in Deutschland

    Testosteron Cypionat

    Cypionat ist in Ländern wie den USA weit verbreitet, in Deutschland jedoch nicht zugelassen. Die Wirkdauer ähnelt der von Enantat, ist jedoch etwas länger.


    Testosteron Propionat

    Propionat ist ein kurz wirksamer Ester mit sehr schneller Freisetzung. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit wären Injektionen alle ein bis zwei Tage erforderlich. Auch dieses Präparat ist in Deutschland nicht zugelassen und wird hierzulande nicht regulär eingesetzt.

     

    Warum Injektionen häufig bevorzugt werden

    Testosteron Injektionen ermöglichen eine direkte und zuverlässige Aufnahme des Hormons in den Blutkreislauf. Dadurch lässt sich der Hormonspiegel präzise steuern und konstant im gewünschten physiologischen Bereich halten (Dobs & Campbell, 2022). Im Vergleich zu transdermalen Anwendungen mit Gelen sind Injektionen deutlich weniger von äußeren Faktoren abhängig. Schweiß, Hautbeschaffenheit, falsche Auftragung oder unvollständige Resorption spielen beim Spritzen von Testosteron keine Rolle (Pastuszak et al., 2021).

    Bei Testosteron Gelen besteht außerdem das Risiko einer unbeabsichtigten Übertragung auf andere Personen, etwa durch Hautkontakt mit Partnerinnen, Kindern oder Haustieren. Zwar ist dieses Risiko bei sachgemäßer Anwendung gering, sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Wichtig sind hier eine konsequente Händehygiene, das Abdecken der Auftragungsstelle sowie das Einhalten von Wartezeiten vor Körperkontakt.

    Injektionen umgehen dieses Übertragungsrisiko vollständig, da das Testosteron direkt in den Körper eingebracht wird und nicht über die Hautoberfläche abgegeben wird. Für viele Männer stellt dies einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt dar, insbesondere im familiären Umfeld.

     

    Wie wird Testosteron gespritzt

    Grundsätzlich gibt es zwei gängige Methoden, Testosteron zu injizieren: die intramuskuläre (i.m.) und die subkutane Anwendung (s.c.). Beide Varianten unterscheiden sich hinsichtlich Technik, Verträglichkeit und rechtlicher Einordnung.


    Intramuskulär (i.m.)

    Bei der intramuskulären Injektion wird das Testosteron direkt in einen Muskel gespritzt, meist in den Schultermuskel (Enantat), den Gesäßmuskel (Undecanoat) oder auch den seitlichen Oberschenkel. Diese Methode ist seit Jahrzehnten etabliert und entspricht der zugelassenen Anwendung der in Deutschland verfügbaren Testosteron Präparate.

    Vorteile:

    • schnelle und zuverlässige Aufnahme in den Blutkreislauf

    • medizinisch gut untersucht und standardisiert

    • geeignet für größere Injektionsvolumina

    Nachteile:

    • Injektion kann schmerzhafter sein

    • höhere Anforderungen an die Technik

    • mögliches Risiko für Muskelreizungen oder Verhärtungen

    Die intramuskuläre Injektion ist die offiziell zugelassene Applikationsform für Testosteron Enantat und Testosteronundecanoat in Deutschland. Sie wird daher in der Regel ärztlich empfohlen. Während eine Injektion in den Schultermuskel (Enantat) auch von Patienten selbst nach guter Schulung durchgeführt werden kann, sollte die Injektion in den Gesäßmuskel (Undecanoat) immer durch einen Arzt erfolgen, da hier bei falscher Anwendung wichtige Nerven verletzt werden können.


    Subkutan (s.c.)

    Bei der subkutanen Injektion wird das Testosteron in das Unterhautfettgewebe gespritzt, häufig im Bauchbereich. Diese Methode wird zunehmend von Patienten genutzt, da sie als weniger schmerzhaft und einfacher durchzuführen empfunden wird.

    Vorteile:

    • geringere Schmerzempfindung

    • einfachere Anwendung im Alltag

    • gut geeignet für häufigere, niedrig dosierte Injektionen

    Nachteile:

    • begrenztes Injektionsvolumen

    • langsamere Wirkstoffaufnahme

    Wichtig zu wissen ist, dass Testosteron Präparate in Deutschland aktuell ausschließlich für die intramuskuläre Anwendung zugelassen sind. Die subkutane Injektion stellt daher eine sogenannte Off-Label Anwendung dar.

    Trotzdem zeigen aktuelle Studien, dass subkutane Testosteron Injektionen bei korrekter Dosierung eine vergleichbare Wirksamkeit und gute Verträglichkeit aufweisen (Figueiredo et al., 2021). Auch das Nebenwirkungsprofil unterscheidet sich nicht wesentlich von der intramuskulären Anwendung. Viele Patienten berichten zudem über eine bessere Alltagstauglichkeit und geringere Injektionsschmerzen (Kaminetsky et al., 2015).

    Eine Off-Label Anwendung sollte jedoch immer ärztlich begleitet werden. Wichtig sind eine korrekte Technik, sterile Arbeitsweise und eine regelmäßige Kontrolle der Hormonwerte, um Sicherheit und Therapieerfolg zu gewährleisten. Zu beachten ist, dass die subkutane Injektion vor allem bei kürzeren Injektionsintervallen wie einmal wöchentlich oder alle 3,5 Tage sinnvoll ist. Bei längeren Abständen mit entsprechend höheren Einzelmengen kann das Injektionsvolumen für das Unterhautfettgewebe in vielen Fällen zu groß sein, was die Verträglichkeit beeinträchtigen kann.

     

    Wie oft sollte man Testosteron spritzen (Injektionsintervalle)

    Die Häufigkeit der Testosteron Applikation hat einen entscheidenden Einfluss auf die Stabilität des Hormonspiegels und das Auftreten möglicher Nebenwirkungen.

    In Deutschland liegt die klassische Standarddosierung für Testosteron Enantat bei 250 mg alle 14 Tage. Diese Dosierung ist offiziell zugelassen und entspricht der Fachinformation der Präparate. Viele moderne Therapiekonzepte setzen jedoch auf kürzere Injektionsintervalle mit angepasster Dosis, um gleichmäßigere Testosteronwerte zu erreichen, z.B. alle 7 Tage oder alle 3,5 Tage (Pastuszak et al., 2021). Ziel ist es dabei, innerhalb von zwei Wochen immer auf 250 mg zu kommen. Bei Injektionen im Abstand von 14 Tagen kommt es häufig zu einem starken Anstieg des Testosteronspiegels kurz nach der Gabe, teilweise in den supraphysiologischen Bereich. In dieser Phase ist die Aromataseaktivität erhöht, was zu einer verstärkten Umwandlung von Testosteron in Östrogen führen kann und entsprechende Nebenwirkungen begünstigt. Gegen Ende des Intervalls fällt der Testosteronspiegel hingegen oft deutlich ab, sodass erneut Mangelsymptome auftreten können.

    Viele Experten empfehlen heute eine aufgeteilte Dosierung, um starke Schwankungen im Hormonspiegel zu vermeiden und Nebenwirkungen zu reduzieren.


    Hygienische Aspekte bei häufigeren Injektionen

    Ein wichtiger Punkt in Deutschland ist die Verfügbarkeit der Präparate. Testosteron Enantat ist hierzulande in der Regel nur als 1 ml Brechampulle mit 250 mg erhältlich. Diese Ampullen sind für den einmaligen Gebrauch vorgesehen.

    Wer kürzere Injektionsintervalle nutzt, steht vor zwei Möglichkeiten:

    Entweder es wird nur ein Teil der Ampulle aufgezogen und der Rest verworfen. Das ist hygienisch sicher, führt aber zu Medikamentenverlust.

    Oder der verbleibende Inhalt wird für eine spätere Injektion aufbewahrt. Dies kann das Risiko für Verunreinigungen erhöhen, selbst bei sorgfältiger Handhabung.

    Grundsätzlich gilt, dass häufigere Injektionen mit einem etwas höheren hygienischen Risiko verbunden sind. Bei korrekter Technik, steriler Arbeitsweise und sachgerechter Lagerung ist dieses Risiko jedoch gering. Viele Patienten berichten über eine gute Verträglichkeit und stabile Therapieergebnisse. Die konkrete Handhabung und Lagerung sollte stets individuell mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Grundsätzlich berichten jedoch viele Ärzte über positive Erfahrungen, wenn das aufgezogene Testosteron bei Raumtemperatur, lichtgeschützt und nicht im Kühlschrank gelagert wird, idealerweise bereits in der verwendeten Spritze und mit einer frisch gewechselten, unbenutzten Injektionsnadel vor der nächsten Anwendung.


    Individuelle Entscheidung und ärztliche Begleitung

    Kürzere Injektionsintervalle können zu besseren Hormonspiegeln und weniger Nebenwirkungen führen. Sie erfolgen jedoch außerhalb der klassischen Standarddosierung und sollten immer ärztlich begleitet werden.

    Wichtig sind:

    • saubere Injektionstechnik

    • sterile Materialien

    • regelmäßige Laborkontrollen

    • individuelle Anpassung der Dosis

    Jede Anpassung erfolgt grundsätzlich auf eigene Verantwortung und sollte medizinisch begleitet werden.

     

    Welches Injektionsbesteck wird benötigt

    Für eine sichere und hygienische Injektion ist das richtige Injektionsbesteck entscheidend. Neben den passenden Kanülen werden weitere Materialien benötigt, um das Infektionsrisiko zu minimieren und eine saubere Anwendung zu gewährleisten.


    Grundausstattung für die Injektion

    Zu einer vollständigen Ausstattung gehören:

    • Einmalspritzen, in der Regel 1 ml Volumen

    • Aufziehkanüle, meist 20 Gauge

    • Injektionskanüle, meist 25 bis 27 Gauge

    • Desinfektionsmittel für Haut und Ampulle

    • Alkoholtupfer oder sterile Kompressen

    • Einmalhandschuhe

    • Pflaster oder steriler Tupfer für nach der Injektion


    Aufziehen des Testosterons

    Testosteronlösungen sind ölhaltig und relativ zähflüssig (viskös). Deshalb wird für das Aufziehen des Medikaments eine größere Kanüle verwendet, meist eine 20G Aufziehkanüle.

    Vorteile der größeren Kanüle:

    • schnelleres Aufziehen des Öls

    • geringerer Kraftaufwand

    • geringere Belastung der Spritze

    Vor dem Aufziehen sollte der Ampullenhals gründlich desinfiziert werden.


    Injektionskanülen je nach Anwendung

    Intramuskulär

    Für die Injektion in den Muskel werden in der Regel längere Kanülen benötigt, um sicher in das Muskelgewebe zu gelangen.

    Typische Spezifikationen:

    • 25G bis 27G

    • Länge meist 16 bis 25 mm

    • geeignet für den Schultermuskel (bei Undecanoat und Injektion in den Gesäßmuskel z.T. deutlich längere Nadeln)

    Diese Nadellängen reichen in der Regel aus, um das Testosteron sicher in das Muskelgewebe einzubringen, ohne unnötig tief zu injizieren. Dadurch lassen sich Schmerzen, Blutergüsse und lokale Reizungen reduzieren.

    Gerade bei ölhaltigen Präparaten wie Testosteron Enantat ist eine saubere Technik wichtig, da das Volumen im Schultermuskel begrenzt ist und zu große Mengen lokale Beschwerden verursachen können.


    Subkutan

    Für die Injektion ins Unterhautfettgewebe reichen oft deutlich kürzere und feinere Kanülen.

    Typische Spezifikationen:

    • 27G bis 30G

    • Länge etwa 8 bis 13 mm

    • häufig als Insulinkanülen verfügbar

    Sie sind besonders gut geeignet für häufigere Injektionen, da sie weniger schmerzhaft sind.


    Nadellänge und Komfort

    Die Wahl der Nadellänge beeinflusst nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Komfort.

    Zu kurze Nadeln bei intramuskulärer Anwendung können dazu führen, dass das Testosteron nicht korrekt im Muskel ankommt. Zu lange Nadeln bei subkutaner Anwendung sind unnötig schmerzhaft.

    Eine passende Auswahl reduziert:

    • Schmerzen

    • Gewebereizungen

    • Blutergüsse

    • Entzündungsrisiken


    Hygiene und Sicherheit

    Für jede Injektion sollten neue sterile Spritzen und Kanülen verwendet werden. Wiederverwendung erhöht das Risiko für Infektionen und Gewebereizungen.

    Wichtige Hygieneschritte:

    • Hände gründlich waschen oder desinfizieren

    • Haut an der Einstichstelle desinfizieren

    • Ampulle vor dem Öffnen reinigen

    • sterile Materialien verwenden

    • nach der Injektion die Einstichstelle abdecken

    Einmalhandschuhe sind nicht zwingend erforderlich, erhöhen jedoch die hygienische Sicherheit zusätzlich.


    Entsorgung

    Gebrauchte Kanülen und Spritzen sollten in einem stichsicheren Behälter entsorgt werden. Dies schützt vor Verletzungen und erfüllt hygienische Standards.

     

    Wo sollte man Testosteron (Enantat) lagern

    Testosteron Präparate sollten korrekt gelagert werden, um ihre Wirksamkeit und Sicherheit zu erhalten.

    Empfohlene Lagerbedingungen:

    • bei Raumtemperatur, idealerweise zwischen 15 und 25 Grad

    • vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt

    • nicht im Kühlschrank aufbewahren

    • trocken und lichtgeschützt lagern

    • sicher außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren

    Warum keine Kühlung sinnvoll ist: Ölige Testosteronlösungen können bei niedrigen Temperaturen auskristallisieren. Dadurch wird das Aufziehen erschwert und die Injektion kann unangenehmer werden. In den meisten Fällen lösen sich diese Kristalle wieder, wenn das Präparat langsam auf Raumtemperatur erwärmt wird.

    Weitere wichtige Hinweise:

    • Testosteron möglichst in der Originalverpackung aufbewahren

    • Verfallsdatum regelmäßig kontrollieren

    • angebrochene Ampullen nicht unnötig lange lagern

    • keine Verwendung bei sichtbaren Veränderungen der Lösung

    Eine sachgerechte Lagerung trägt wesentlich dazu bei, die Qualität des Medikaments zu erhalten und eine sichere Anwendung zu ermöglichen.


    Typische Anfängerfehler bei einer Testosteron Injektion

    Unzureichende Hygiene: Wer Hände, Haut oder Ampulle nicht gründlich desinfiziert, erhöht das Risiko für Infektionen und Entzündungen.

    Wiederverwendung von Kanülen oder Spritzen: Einmalmaterial darf nicht mehrfach benutzt werden, da stumpfe Nadeln und Keime Schmerzen und Gewebeschäden verursachen können.

    Falsche Injektionstechnik: Eine zu flache oder zu tiefe Injektion kann die Wirkung beeinträchtigen und lokale Reizungen auslösen.

    Zu große Injektionsmengen: Hohe Volumina an einer Stelle, besonders im Schultermuskel, können Schmerzen, Druckgefühl und Verhärtungen verursachen.

    Unregelmäßige Injektionsintervalle: Schwankende Abstände führen zu instabilen Testosteronspiegeln und begünstigen Nebenwirkungen.

    Eigenmächtige Dosiserhöhungen: Zu hohe Dosierungen erhöhen das Risiko für Akne, Wassereinlagerungen und hormonelle Nebenwirkungen.

    Unsachgemäße Lagerung: Kälte, Hitze oder Licht können die Qualität des Präparats beeinträchtigen.

    Fehlende ärztliche Kontrollen: Ohne regelmäßige Blutwerte bleiben mögliche Risiken wie erhöhte Hämatokritwerte unentdeckt.

     

    Zusammenhang zwischen Injektionsform und Nebenwirkungen

    Die Art und Häufigkeit der Testosteron Injektion beeinflussen, wie stabil der Hormonspiegel im Körper bleibt. Größere Abstände zwischen den Injektionen führen häufiger zu starken Schwankungen, die das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen erhöhen können (Wang & Swerdloff, 2022).

    Dazu zählen unter anderem:

    • Akne

    • Stimmungsschwankungen

    • erhöhte Östrogenwerte

    • Wassereinlagerungen

    Durch kürzere Injektionsintervalle mit niedrigeren Einzelmengen lassen sich diese Schwankungen oft reduzieren, was die Verträglichkeit der Therapie verbessern kann. Etwaige Anpassungen sollten aber immer nur unter ärztlicher Aufsicht und nie eigenmächtig erfolgen.

     

    Unser Fazit, Dein Wissen 

    Die Testosteron-Injektion ist eine effektive und bewährte Therapieform bei Testosteronmangel. Entscheidend für den Erfolg sind die richtige Injektionstechnik, eine sinnvolle Dosierungsstrategie und eine regelmäßige medizinische Kontrolle.

    Ob subkutan oder intramuskulär, wöchentlich oder alle 3,5 Tage, die optimale Lösung ist individuell und sollte immer gemeinsam mit einem Arzt festgelegt werden.

    FAQS

    Quellen

    Al-Zoubi, R. M., Yassin, A. A., Alwani, M., Al-Qudimat, A., Aboumarzouk, O. M., Zarour, A., & Ansari, A. A. (2021). A systematic review on the latest developments in testosterone therapy: Innovations, advances, and paradigm shifts. Arab Journal of Urology, 19(3), 370–375. https://doi.org/10.1080/2090598x.2021.1959260

    Dobs, A. S., & Campbell, K. J. (2022). An individualized approach to managing testosterone therapy in the primary care setting. International Journal of General Medicine, Volume 15, 7719–7733. https://doi.org/10.2147/ijgm.s364189

    Figueiredo, M. G., Gagliano-Jucá, T., & Basaria, S. (2021). Testosterone therapy with subcutaneous injections: a safe, practical, and reasonable option. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 107(3), 614–626. https://doi.org/10.1210/clinem/dgab772

    Kaminetsky, J., Jaffe, J. S., & Swerdloff, R. S. (2015). Pharmacokinetic profile of subcutaneous testosterone enanthate delivered via a novel, prefilled Single-Use autoinjector: a phase II study. Sexual Medicine, 3(4), 269–279. https://doi.org/10.1002/sm2.80

    Pastuszak, A. W., Gittelman, M., Tursi, J. P., Jaffe, J. S., Schofield, D., & Miner, M. M. (2021). Pharmacokinetics of testosterone therapies in relation to diurnal variation of serum testosterone levels as men age. Andrology, 10(2), 209–222. https://doi.org/10.1111/andr.13108

    Sizar, O., Leslie, S. W., & Pico, J. (2023, November 25). Androgen replacement. StatPearls - NCBI Bookshelf. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK534853/

    Wang, C., & Swerdloff, R. S. (2022). Testosterone replacement therapy in hypogonadal men. Endocrinology and Metabolism Clinics of North America, 51(1), 77–98. https://doi.org/10.1016/j.ecl.2021.11.005