Maximilian Schubert, Co-Founder von Adon Health, spricht über die Herausforderungen in der Männergesundheit und warum er sich gemeinsam mit Dr. Jonathan Apasu ein eigenes Health-Tech-Unternehmen gegründet hat.
Warum wird das Thema Männergesundheit so oft vernachlässigt? Welche Lücken gibt es in der Gesundheitsversorgung speziell für Männer? Und welche Erfahrungen haben sie bisher auf ihrer Reise durch die Startup-Welt gemacht?
Höre rein, wenn Maximilian seine persönlichen Insights teilt, wie Adon Health Männern dabei helfen möchte, ihre Gesundheit proaktiv in die Hand zu nehmen, und erfahre mehr über die Zukunft einer modernen Männergesundheit.

#14 - "Warum Adon Health?" | Maximilian Schubert bei Männergesundheit mir Dr. Jonathan Apasu
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Zusammenhängende Posts
#65 - Wachstumshormon: Der Schlüssel zur Langlebigkeit? | Prof. Bernd Kleine-Gunk bei Männergesundheit
In dieser Episode des Männergesundheit Podcasts spricht Dr. Jonathan Apasu mit Prof. Dr. Bernd Kleine-Gunk, einem der führenden Experten im Bereich Anti-Aging-Medizin. Im Mittelpunkt steht das Wachstumshormon, das wie kaum ein anderes Hormon in den letzten Jahrzehnten für Kontroversen gesorgt hat. Es wurde zunächst als Jungbrunnen gefeiert, dann wegen möglicher Krebsrisiken massiv kritisiert und schließlich durch aktuelle Studien wie die TRIM-Studie wieder als Hoffnungsträger für mehr Langlebigkeit in den Fokus gerückt. Prof. Kleine-Gunk beschreibt, wie er diese Entwicklungen seit den 1990er-Jahren persönlich miterlebt hat und erklärt die tatsächlichen physiologischen Wirkungen von Wachstumshormon. Besonders wichtig ist es in der Kindheit für das Längenwachstum, doch auch im späteren Leben beeinflusst es entscheidend die Körperzusammensetzung, fördert den Aufbau von Muskelmasse und reduziert gleichzeitig Fettgewebe. Außerdem spielt es eine Rolle für Regeneration und Leistungsfähigkeit, weshalb es sowohl im Bodybuilding als auch in der Longevity-Szene eine große Bedeutung hat. Prof. Kleine-Gunk erläutert detailliert, wie Wachstumshormon reguliert wird, warum es überwiegend in der Tiefschlafphase ausgeschüttet wird und wie der Stoffwechsel über den Insulin-like-Growth-Factor 1 (IGF-1) eng damit verbunden ist. Ein zentraler Punkt der Diskussion sind die Faktoren, die die Ausschüttung beeinflussen. Schlafqualität, Intervallfasten mit Dinner-Cancelling, intensives Training wie HIIT, aber auch Hitze- und Kältereize durch Sauna oder Eisbäder sind natürliche Stimuli, die nachweislich die körpereigene Produktion anregen können. Damit zeigt sich, dass Lifestyle-Maßnahmen einen direkten und praktischen Einfluss auf das Hormonsystem haben. Neben diesen positiven Aspekten geht die Episode auch auf die Schattenseiten ein. Missbrauch in der Bodybuilding-Szene hat zu gravierenden Nebenwirkungen wie übermäßigem Organwachstum, Kieferveränderungen oder Herzklappenproblemen geführt. Das Krankheitsbild der Akromegalie, bei dem ein Tumor der Hypophyse unkontrolliert zu viel Wachstumshormon produziert, wird ebenso erklärt. Im medizinischen Alltag wird Wachstumshormon bei Kindern mit Kleinwuchs oder in Ausnahmefällen bei Erwachsenen mit Hypophysenschädigungen eingesetzt. Auch in der Intensivmedizin wird es vereinzelt genutzt, um den massiven Muskelabbau bei langen Krankenhausaufenthalten zu verhindern. Besonderes Augenmerk legt das Gespräch auf die TRIM-Studie, die erstmals zeigen konnte, dass sich das biologische Alter messbar zurückdrehen lässt. Durch die Gabe von Wachstumshormon in Kombination mit Metformin und DHEA verjüngten sich die Probanden im Schnitt um 2,5 Jahre innerhalb eines Jahres. Obwohl diese Studie nur an einer kleinen Gruppe durchgeführt wurde, hat sie in der Longevity-Community enormes Aufsehen erregt und neue Forschungsprojekte angestoßen. Mit Spannung wird die TRIM-2-Studie erwartet, die größere Teilnehmerzahlen und eine Kontrollgruppe umfasst. Zum Abschluss teilt Prof. Kleine-Gunk seine persönliche Einschätzung. Er bleibt vorsichtig gegenüber der routinemäßigen Gabe von Wachstumshormon, da ein dauerhaft erhöhter IGF-1-Spiegel in Tiermodellen mit einer verkürzten Lebensspanne korreliert. Stattdessen empfiehlt er seinen Patienten vor allem natürliche Maßnahmen, um die körpereigene Produktion zu optimieren. Schlafhygiene, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und hormetische Reize sind nach seiner Ansicht nachhaltiger, sicherer und zudem kostengünstiger als eine medikamentöse Therapie. Diese Episode bietet einen umfassenden Überblick über Geschichte, Wirkungen, Chancen und Risiken des Wachstumshormons. Sie zeigt sowohl die wissenschaftlichen Hintergründe als auch praktische Tipps auf, wie man mit einfachen Mitteln die eigene Gesundheit und Langlebigkeit fördern kann. Damit ist sie eine wertvolle Ressource für alle, die tiefer verstehen möchten, wie Hormone unser Leben beeinflussen und wie moderne Anti-Aging-Medizin wissenschaftlich fundiert umgesetzt werden kann.
Mehr erfahren#68 - Was Testosteron wirklich mit dir macht | Dr. Nicole Weirich bei Männergesundheit
In dieser Episode des Podcasts „Männergesundheit mit Dr. Jonathan Apasu“ spricht Urologin und Hormonexpertin Dr. Nicole Weirich über die vielschichtige Bedeutung von Testosteron und erklärt, warum es weit mehr als ein Symbol für Muskeln und Männlichkeit ist. Testosteron beeinflusst Energie, Schlaf, Libido, Konzentration, emotionale Stabilität und die allgemeine Leistungsfähigkeit von Männern. Dennoch werden viele Betroffene mit dem Hinweis auf „normale“ Blutwerte oft allein gelassen, obwohl sie sich müde, antriebslos oder unausgeglichen fühlen. Im Gespräch wird deutlich, dass eine seriöse Diagnostik mehr umfasst als die Messung des Gesamt-Testosterons. Entscheidend ist das freie Testosteron, das durch Faktoren wie SHBG, Stress oder Übergewicht stark beeinflusst werden kann. Auch Hormone wie LH, FSH und Prolaktin sowie die Anamnese spielen eine zentrale Rolle, um zwischen primärem und funktionellem Hypogonadismus zu unterscheiden. Die Episode beleuchtet sowohl Ursachen als auch moderne Therapieansätze. Während primäre Formen oft eine lebenslange Testosteron-Ersatztherapie erfordern, können funktionelle Ursachen wie Schlafmangel, Stress oder Insulinresistenz durch Lebensstilveränderungen positiv beeinflusst werden. Dr. Weirich erklärt praxisnah die Unterschiede zwischen Gel und Injektionen, die richtige Dosisfindung und die Notwendigkeit eines engen ärztlichen Monitorings. Besonders wichtig ist der Aspekt des Kinderwunsches, da eine Testosterontherapie die Spermatogenese beeinflussen kann und deshalb stets individuell abgestimmt werden muss. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle von Bauchfett, Aromatase und der Umwandlung von Testosteron in Östrogen. Viszerales Fett begünstigt eine hormonelle Verschiebung, die wiederum durch gezieltes Training, Ernährung und eine Verbesserung der Insulinsensitivität positiv verändert werden kann. Ergänzend wird erklärt, wie Leber und Darm an der Hormonverstoffwechselung beteiligt sind, welche Rolle B-Vitamine, Bitterstoffe, schwefelhaltige Aminosäuren und die Darmflora spielen und warum das sogenannte Estrobolom für die Balance der Geschlechtshormone entscheidend ist. Die Episode vermittelt, dass Testosteron nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern Teil eines komplexen Systems aus Hormonen, Stoffwechsel, Lebensstil und psychischen Faktoren ist. Eine fundierte Diagnostik, ärztlich begleitete Therapie und alltagsnahe Lifestyle-Maßnahmen sind die Basis, um Männern langfristig zu mehr Energie, Vitalität, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verhelfen.
Mehr erfahren#85 - Erektionsstörungen, Libido & Testosteron | PD Dr. Marco Randazzo bei Männergesundheit
Männliche Sexualität ist ein zentrales, aber häufig verdrängtes Thema der Männergesundheit. In dieser Podcastfolge erklärt der Urologe Marco Randazzo, warum Erektionsstörungen und Libidoverlust nicht als normales Altern abgetan werden dürfen, sondern oft frühe Warnzeichen für ernsthafte körperliche und psychische Erkrankungen sind. Sexuelle Gesundheit ist laut WHO ein integraler Bestandteil der allgemeinen Gesundheit. Eine gut funktionierende Sexualität beeinflusst Motivation, Stressresistenz, mentale Stabilität und Lebensqualität. Umgekehrt kann eine nachlassende Erektionsfähigkeit auf Gefäßprobleme, hormonelle Dysbalancen oder chronische Entzündungsprozesse hinweisen. Besonders relevant ist, dass die Blutgefäße im Penis sehr fein sind. Durchblutungsstörungen zeigen sich hier oft Jahre früher als im Herzen oder Gehirn. Marco erklärt detailliert, wie eine Erektion biologisch entsteht, durch sexuelle Stimulation, Nervenleitung, Gefäßerweiterung und einen kontrollierten Blutabfluss im Schwellkörper. Störungen können auf jeder Ebene auftreten, psychisch, neurologisch, vaskulär oder hormonell. Besonders häufig sind Durchblutungsprobleme, oft verursacht durch Bluthochdruck, Diabetes, Bewegungsmangel oder Medikamente wie Betablocker. Ein zentrales Thema ist Testosteron. Das Hormon beeinflusst nicht nur Muskelmasse und Knochen, sondern auch Libido, Motivation, den Dopaminhaushalt und die Bildung von Stickstoffmonoxid, einem Schlüsselstoff für die Gefäßerweiterung im Penis. Ein Testosteronmangel kann dazu führen, dass selbst Medikamente wie Viagra nicht wirken. Deshalb ist eine fundierte Diagnostik essenziell. Blutwerte, Hormone wie Testosteron, SHBG, LH, FSH und Prolaktin, Lebensstil und psychische Faktoren müssen gemeinsam betrachtet werden. Auch die weitverbreitete Nutzung von PDE5 Hemmern wie Viagra oder Tadalafil wird kritisch eingeordnet. Diese Medikamente können sehr hilfreich sein, dürfen aber nicht unkontrolliert eingenommen werden. Sie sind kein Lustmittel, sondern unterstützen lediglich die Durchblutung. Sexuelle Stimulation bleibt Voraussetzung. Zudem gibt es klare Kontraindikationen, etwa bei frischem Herzinfarkt oder gleichzeitiger Einnahme von Nitraten. Ein weiterer Fokus liegt auf gesellschaftlichen Einflüssen. Pornokonsum, Leistungsdruck und unrealistische Erwartungen können das sexuelle Erleben massiv beeinflussen und zu mentalen Blockaden führen. Trotz einer scheinbar offenen Sexualkultur bleibt die Hemmschwelle für Männer hoch, über Probleme zu sprechen, selbst beim Arzt. Die klare Botschaft dieser Episode ist, dass Männer sexuelle Veränderungen ernst nehmen, darüber sprechen und frühzeitig medizinisch abklären lassen sollten. Sexualität ist kein Luxus, sondern ein entscheidender Indikator für langfristige Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität.
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